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Landeswettbewerb Alte Sprachen

Römer und Griechen
Römer und Griechen
Homer, Rom, KapitolAmphore, AthenTheater, DelphiAristoteles AthenWölfin, Kapitol
 
41. Landeswettbewerb Alte Sprachen 2022
 
 
In jedem Schuljahr wird ein Einzelwettbewerb für interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ausgeschrieben. Die Themen gehen jeweils von antiken Texten aus, können aber auch mit Hilfe von Übersetzungen bearbeitet werden.

Die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb kann zur Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes führen.


Aufbau des Wettbewerbs und Teilnahmebedingungen

Der Wettbewerb steht Schülerinnen und Schülern der Oberstufe an den Gymnasien in Baden-Württemberg offen. Er ist ein Individualwettbewerb. Gruppenarbeiten sind nicht möglich.

Der Wettbewerb ist auf drei Runden angelegt. Jede wird mit der Vergabe von Preisen abgeschlossen. Ein erster Preis eröffnet jeweils den Zugang zur nächsten Stufe. Die Beurteilung erfolgt durch unabhängige Gutachter; der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Die erste Runde besteht in der Anfertigung einer Hausarbeit über eines der ausgeschriebenen Themen (Einsendeschluss ist der 12. Januar 2022). Die Arbeit ist zusammen mit dem ausgefüllten Teilnahmebogen unseres Informationsflyers (der hier abrufbar ist) als Ausdruck einzureichen. Die Arbeiten gehen in das Eigentum der Stiftung über und werden nicht zurückgesandt.

Die Trägerinnen und Träger eines ersten Preises werden zur Teilnahme an der zweiten Runde des Wettbewerbes zugelassen. 
Die Trägerinnen und Träger eines zweiten Preises erhalten ein Buch.

 

Die zweite Runde besteht in einer Klausur mit zentraler Aufgabenstellung an der jeweiligen Heimatschule am Mittwoch, dem 6. April 2022. Der erste Preis besteht hier in der Einladung zur Teilnahme an der dritten Runde. Für die zweitbesten Lösungen sind Buchpreise vorgesehen.

In der dritten Runde können sich die Teilnehmenden durch einen Vortrag über ein selbstgewähltes Thema aus dem Bereich der alten Sprachen am 15. und 16. Juli 2022 um die Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes bewerben. Der zweite Preis besteht in einem zeitlich begrenzten Studienstipendium der Stiftung Humanismus heute.

Ihre Wettbewerbsarbeit kann an der Schule als besondere Lernleistung angerechnet werden. Wenden Sie sich hierfür an Ihre Fachlehrkraft.

 


1. Runde - Ausarbeitung einer Wettbewerbsarbeit zu einem der folgenden Themen (Die Editionen und Übersetzungen der Texte, die bei den einzelnen Aufgaben zum Download per Klick angeboten werden, sind nur als Orientierung gedacht; auch andere Ausgaben können selbstverständlich verwendet werden. Maßgeblich sind die Texte in der Originalsprache, die Übersetzungen sind lediglich als Verständnishilfen anzusehen.):



       1.    Die Bedeutung des Sokrates.
              Cicero, Academici libri 1, 15-16;
              Seneca, Epistulae morales 71, 7-8.
              (Der Text und die Übersetzung der Stelle aus den Academici libri
              sind der Tusculum-Ausgabe von F. Broemser, A. Stein und O. Gigon (2.
              Auflage, Zürich. / Düsseldorf 1997) entnommen, der Abschnitt aus
              Senecas Epistulae morales folgt der Reclam-Ausgabe und
              -Übersetzung von R. Rauthe (Stuttgart 1991).)


       2.    Das frühe Rom.
              Tibull, carmen 2, 5, 23-64;
              Ovid, Fasti 1, 197-226.
              (Der Text und die Übersetzung des Tibull-Gedichts sind der Tusculum-
              Ausgabe von N. Holzberg (Mannheim 2011) 
entnommen, der
              Abschnitt aus Ovids Fasti folgt der Tusculum-Ausgabe und
              -Übersetzung von W. Gerlach und N. Holzberg (4. Aufl., Berlin 2012).)
             

       3.    Das gefährdete Staatsschiff.
              Cicero, De re publica 1, 9, 10-11;
              Horaz, carmen 1, 14.
              (Der Text und die Übersetzung der Stelle aus Ciceros De re publica
              1,9 sind der Reclam-Ausgabe  von M. von Albrecht (Stuttgart,
              2013) entnommen; Text und Übersetzung der Horaz-Ode folgen der
              Tusculum-Ausgabe von N. Holzberg (Berlin / Boston 2018).)

 
       4.   Zwei Sichten auf Sokrates.
             Platon, Symposion 215e1-216a1 und 220a6-d5;
             Aristophanes, Wolken 94-104.
             (Die Texte wurden von B. Zimmermann übersetzt.)


       5.   Ist das Handwerk ein Maßstab für gesichertes Wissen? Und wenn ja –
             was bedeutet das für die Philosophie?.

             Platon, Apologie 20c-23c und 29d-30c.
             
(Die Stellen aus Platons Apologie sind der Ausgabe
             von A. und M. Croiset, L. Bodin und L. Méridier mit der Übersetzung von F.
             Schleiermacher (bearb. von H. Hofmann, Darmstadt 1973) 
entnommen.)
 
Ausführung der Wettbewerbsarbeit:

Themenwahl: Die Bearbeitung von Themen, denen griechische Texte zugrunde liegen, ist auch ohne Griechischkenntnisse möglich. Beachten Sie aber, dass eine Übersetzung nicht immer den vollen Wortsinn wiedergibt.

Textbezug: Erste Aufgabe bei jedem Thema ist die Interpretation der genannten Texte. Belegen Sie Ihre Ausführungen durch genaue Textverweise.

Hintergrundwissen: Zum Verständnis der Texte kann es wichtig sein, die Person des Autors, das geistige und historische Umfeld, die Tradition, in der er steht, und die Literaturgattung zu bedenken; eine ausführliche Darstellung gehört nicht zur Aufgabe. Geben Sie korrekt an, was Sie aus Handbüchern, Kommentaren usw. übernehmen. Empfehlungen zum korrekten Zitieren finden Sie HIER.

Anlage der ArbeitStellen Sie Ihrer Arbeit eine Gliederung voran, beginnen Sie dann mit einer Einleitung, setzen Sie im Hauptteil Zwischenüberschriften und führen Sie Ihre Überlegungen in einem Schluss zusammen.
Der Aufbau des Hauptteils ergibt sich aus der Fragestellung. Bei einer Vergleichsaufgabe z.B. empfiehlt es sich oft, zunächst jeden Text für sich zu würdigen, um dann nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu fragen. Bei allen Themen sind sämtliche angegebenen Texte zu behandeln.
Eine Auseinandersetzung mit den Texten, beispielsweise in Form einer eigenen Stellungnahme oder eines Gegenwartsbezugs, ist erwünscht und bei manchen Themen auch gefordert. Trennen Sie diese deutlich von der Interpretation, vermeiden Sie Weitschweifigkeit.

Formales: Es gelten folgende Rahmenbedingungen: Die Arbeit darf 10 DIN A4-Seiten nicht überschreiten (Rand oben, unten, links und rechts: 2cm; Schriftart: Times (New Roman) oder Arial; Schriftgröße: 12 Punkt; Zeilenabstand 1,5-fach).
Textverweise und Verweise auf die benützte Literatur können im Text, als Fußnoten oder in einem Anmerkungsteil erfolgen. Fügen Sie in jedem Fall ein geordnetes Verzeichnis der benützten Literatur, auch der Internetadressen, an (dieses Verzeichnis zählt nicht für die Beschränkung auf max. 10 Seiten). 
Empfehlungen zum korrekten Zitieren finden Sie HIER.
Versehen Sie die Arbeit mit Seitenzahlen.


Einsendeschluß:   12. Januar 2022    (Poststempel)

 
Erster Preis: Zulassung zur zweiten Runde. Normalerweise laden wir die Trägerinnen und Träger eines ersten Preises zusätzlich zu einem einwöchigen wissenschaftlichen Arbeitsseminar im Kloster Neresheim ein; wegen der Corona-Pandemie und der daraus folgenden Erlasse des Kultusministeriums können wir diese Veranstaltung dieses Mal nicht garantieren.

Zweiter Preis: Die Trägerinnen und Träger eines zweiten Preises erhalten ein Buch; das sonst übliche HORIZONTE-Seminarwochenende kann aus denselben Gründen wie die Akademiewoche nicht garantiert werden.
 

2. Runde - Klausurarbeit an der eigenen Schule (Mittwoch, 6. April 2022)

Erster Preis: Zulassung zur dritten Runde


Zweiter Preis: Buchpreis

Je eine Musterklausur mit Erwartungshorizont finden Sie hier (für Griechisch) bzw. hier (für Latein).


3. Runde - Vortrag über ein selbstgewähltes Thema vor einer Jury
Die dritte Runde findet traditionell in der Schlossschule Salem statt; wenn die Pandemieentwicklung und die Erlasse des Kultusministeriums es zulassen, wird das auch 2022 so sein. Wenn Schulreisen weiterhin untersagt sein sollten, wird die dritte Wettbewerbsrunde am 15. und 16. Juli 2022 in einem digitalen Format durchgeführt werden.
 
Erster Preis: Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes
 
Zweiter Preis: Zeitlich begrenztes Studienstipendium der Stiftung Humanismus heute


Fragen zum Wettbewerb richten Sie bitte an die Geschäftsstelle der Stiftung:

kontakt@humanismus-heute.de

oder

Stiftung Humanismus heute
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Seminar für Griechische und Lateinische Philologie
Platz der Universität 3
79085 Freiburg


Tel.: 0761-203-3124 oder 
0761-203-4959

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