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Landeswettbewerb Alte Sprachen

Römer und Griechen
Römer und Griechen
Homer, Rom, KapitolAmphore, AthenTheater, DelphiAristoteles AthenWölfin, Kapitol
 
38. Landeswettbewerb Alte Sprachen 2019
 
In jedem Schuljahr wird ein Einzelwettbewerb für interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ausgeschrieben. Die Themen gehen jeweils von antiken Texten aus, können aber auch mit Hilfe von Übersetzungen bearbeitet werden.

Die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb kann zur Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes führen.


Aufbau des Wettbewerbs und Teilnahmebedingungen

Der Wettbewerb steht Schülerinnen und Schülern der Oberstufe an den Gymnasien in Baden-Württemberg offen. Er ist ein Individualwettbewerb. Gruppenarbeiten sind nicht möglich.

Der Wettbewerb ist auf drei Runden angelegt. Jede wird mit der Vergabe von Preisen abgeschlossen. Ein erster Preis eröffnet jeweils den Zugang zur nächsten Stufe. Die Beurteilung erfolgt durch unabhängige Gutachter; der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Die erste Runde besteht in der Anfertigung einer Hausarbeit über eines der ausgeschriebenen Themen (Einsendeschluss ist dieses Mal der 11. Januar 2019). Die Arbeit ist zusammen mit dem ausgefüllten Teilnahmebogen unseres Informationsflyers (HIER abrufbar) als Ausdruck einzureichen. Die Arbeiten gehen in das Eigentum der Stiftung über und werden nicht zurückgesandt.

Die Trägerinnen und Träger eines ersten Preises werden zu einem einwöchigen wissenschaftlichen Arbeitsseminar (25.-29. März 2019) im Kloster Neresheim eingeladen und sind zur Teilnahme an der zweiten Runde des Wettbewerbes zugelassen.
Zweiter Preis ist ein HORIZONTE-Seminarwochenende.

 

Die zweite Runde besteht in einer Klausur mit zentraler Aufgabenstellung an der jeweiligen Heimatschule am Mittwoch, dem 10. April 2019. Der erste Preis besteht hier in der Einladung zur Teilnahme an der dritten Runde. Für die zweitbesten Lösungen sind Buchpreise vorgesehen.

In der dritten Runde können Sie sich durch einen Vortrag über ein selbstgewähltes Thema aus dem Bereich der alten Sprachen am 12. und 13. Juli 2019 um die Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes bewerben. Der zweite Preis besteht in einem zeitlich begrenzten Studienstipendium der Stiftung Humanismus heute.

Ihre Wettbewerbsarbeit kann an der Schule als besondere Lernleistung angerechnet werden. Wenden Sie sich hierfür an Ihre Fachlehrkraft.

 


1. Runde - Ausarbeitung einer Wettbewerbsarbeit zu einem der folgenden Themen (Die Editionen und Übersetzungen der Texte, die im folgenden bei den einzelnen Aufgaben zum Download per Klick angeboten werden, sind nur als Orientierung gedacht; auch andere Ausgaben können selbstverständlich verwendet werden. Maßgeblich sind die Texte in der Originalsprache, die Übersetzungen sind lediglich als Verständnishilfen anzusehen.) :



       1.    Römische Herrschaft.
              Vergil, Aeneis 6, 847-853;
              Tacitus, Agricola 30-34.
              (Der Vergil-Text ist der Edition und Übersetzung von J. Götte
              (München/Zürich, 7. Aufl. 1988) entnommen; der Tacitus-Text entstammt
              der
Tusculum-Ausgabe, hg. und übers. von A. Städele, München 1991.)


       2.    Muße – aus staatsphilosophischer Sicht.
              Cicero, De re publica 1,4,7-1,7,12;
              Seneca, De otio 3, 2-5.
              (Der Cicero-Text ist der lat.-dt. Studienausgabe von K. Büchner, neu hrsg.
              v. H. Merklin (Düsseldorf, 1999) entnommen
; der Seneca-Text
              entstammt 
der lat.-dt. Reclam-Edition von G. Krüger, Stuttgart 1996.)
             

       3.    Plautus, Amphitruo: Komödie oder Tragödie?
              Plautus, Amphitruo (lateinischer Text; deutsche Übersetzung).
              (Der hier verlinkte lateinische Text der Latin Library folgt der Ausgabe
              von F. Leo (Berlin, 1895), der deutsche bei zeno.org der Übersetzung
              von L. Gurlitt (Berlin 1922).
 Dies sind nur grundsätzliche Möglichkeiten,
              den Text einzusehen.
              Ausdrücklich wird als Alternative auf die Reclam-Ausgabe von
              J. Blänsdorf (Stuttgart, 1979) hingewiesen.)

 
       4.    Hektor und Aias.
              Zwei unterschiedliche Konzeptionen des Heldentums.

              Homer, Ilias 6, 390-502;
              Sophokles, Aias 530-561.
              (Der Ilias-Text folgt der der griechisch-deutschen Ausgabe von H.
              Rupé (München/Zürich, 9. Auflage 1989); der Sophokles-Text ist der
              Tusculum-Ausgabe von W. Willige, K. Bayer u. B. Zimmermann
              (München / Zürich, 3. Aufl. 1995) entnommen.)


       5.    Das Verhältnis von Politik und Philosophie nach Platons Politeia.
              Platon, Politeia 472b - 487a.
             
(Der Text ist der griechisch-deutschen Tusculum-Ausgabe von R. Rufener
              (Düsseldorf / Zürich, 2000) entnommen.)
 
Ausführung der Wettbewerbsarbeit:

Themenwahl: Die Bearbeitung von Themen, denen griechische Texte zugrunde liegen, ist auch ohne Griechischkenntnisse möglich. Beachten Sie aber, dass eine Übersetzung nicht immer den vollen Wortsinn wiedergibt.

Textbezug: Erste Aufgabe bei jedem Thema ist die Interpretation der genannten Texte. Belegen Sie Ihre Ausführungen durch genaue Textverweise.

Hintergrundwissen: Zum Verständnis der Texte kann es wichtig sein, die Person des Autors, das geistige und historische Umfeld, die Tradition, in der er steht, und die Literaturgattung zu bedenken; eine ausführliche Darstellung gehört nicht zur Aufgabe. Geben Sie korrekt an, was Sie aus Handbüchern, Kommentaren usw. übernehmen. Empfehlungen zum korrekten Zitieren finden Sie HIER.

Anlage der ArbeitStellen Sie Ihrer Arbeit eine Gliederung voran, beginnen Sie dann mit einer Einleitung, setzen Sie im Hauptteil Zwischenüberschriften und führen Sie Ihre Überlegungen in einem Schluss zusammen.
Der Aufbau des Hauptteils ergibt sich aus der Fragestellung. Bei einer Vergleichsaufgabe z.B. empfiehlt es sich oft, zunächst jeden Text für sich zu würdigen, um dann nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu fragen. Bei allen Themen sind sämtliche angegebenen Texte zu behandeln.
Eine Auseinandersetzung mit den Texten, beispielsweise in Form einer eigenen Stellungnahme oder eines Gegenwartsbezugs, ist erwünscht und bei manchen Themen auch gefordert. Trennen Sie diese deutlich von der Interpretation, vermeiden Sie Weitschweifigkeit.

Formales: Es gelten folgende Rahmenbedingungen: Die Arbeit darf 10 DIN A4-Seiten nicht überschreiten (Rand oben, unten, links und rechts: 2cm; Schriftart: Times (New Roman) oder Arial; Schriftgröße: 12 Punkt; Zeilenabstand 1,5-fach).
Textverweise und Verweise auf die benützte Literatur können im Text, als Fußnoten oder in einem Anmerkungsteil erfolgen. Fügen Sie in jedem Fall ein geordnetes Verzeichnis der benützten Literatur, auch der Internetadressen, an (dieses Verzeichnis zählt nicht für die Beschränkung auf max. 10 Seiten). 
Empfehlungen zum korrekten Zitieren finden Sie HIER.
Versehen Sie die Arbeit mit Seitenzahlen. Sie können zwischen der alten und der neuen Rechtschreibung wählen.


Einsendeschluß:   11. Januar 2019    (Poststempel)

 
Erster Preis: Ein einwöchiges wissenschaftliches Arbeitsseminar (25. - 29. März 2019) im Kloster Neresheim und Zulassung zur zweiten Runde.

Zweiter Preis: Ein Seminarwochenende (Horizonte-Wochenende; die Termine sind ab Januar 2019 hier abrufbar) in Neresheim.
 

2. Runde - Klausurarbeit an der eigenen Schule (Mittwoch, 10. April 2019)

Erster Preis: Zulassung zur dritten Runde


Zweiter Preis: Buchpreis

Je eine Musterklausur mit Erwartungshorizont finden Sie hier (für Griechisch) bzw. hier (für Latein).


3. Runde - Vortrag über ein selbstgewähltes Thema vor einer Jury auf Schloss Salem (12. und 13. Juli 2019)

Erster Preis: Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes
 
Zweiter Preis: Zeitlich begrenztes Studienstipendium der Stiftung Humanismus heute


Fragen zum Wettbewerb richten Sie bitte an die Geschäftsstelle der Stiftung:

kontakt@humanismus-heute.de

oder

Stiftung Humanismus heute
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Seminar für Griechische und Lateinische Philologie
Platz der Universität 3
79085 Freiburg


Tel.: 0761-203-3124 oder 
0761-203-4959

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